„Im Gespräch mit… Jan Bischoff von BeeInTouch“ (Das Bienenmütterchen 01/03 2023)

Hallo Jan, erst einmal herzlichen Dank für deine Zeit.
Du entwickelst mit deinem Team die App BeeInTouch. Was ist das genau und wie kam es zur Idee?

Wir wohnen im Norden von Deutschland, hier ist immer viel Wind und es regnet auch immer mal wieder. Meine Stockkarten hatte ich immer unter dem Deckel liegen und wenn ich den Deckel hochgenommen habe, sind die Stockkarten immer mal wieder weggeweht und dann auch gern mal ins nasse Gras.
Da ich Softwareentwickler bin, hatte ich dann die Idee, dass ich mein Hobby und meinen Beruf doch zusammenbringen könnte und für die Stockkarte eine App entwickeln könnte. 2014 ist dann die erste Version von BeeInTouch fertig gewesen. Es haben sich sehr schnell viele Imker bei BeeInTouch registriert und die BeeInTouch ist seitdem immer weiterentwickelt worden.
Eine der ersten großen Erweiterungen von BeeInTouch war die App BeeInTouch – Willi. Die Idee ist gemeinsam mit einem Berufsimker aus Tirol entstanden. Dieser Imker hatte das Problem, dass es Hochgebirge keinen Empfang gab, er wollte aber gern seine Daten in BeeInTouch dokumentieren. Da kam die Idee eine App für BeeInTouch zu entwickeln, die auch an Bienenständen funktioniert, die keinen Internetempfang haben.
So sind mit der Zeit viele wichtige Ergänzungen zu BeeInTouch dazugekommen. Von NCF- Chips zur Identifikation der Bienenvölker bis zur Möglichkeit den Honig vom Bienenvolk bist ins Honigglas rückverfolgbar zu machen.

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„Futterkranzproben kritisch im Blick“ (Das Bienenmütterchen 01/03 2023)

Vor einer Weile bin ich mit einem Berufsimker zum Thema Futterkranzproben ins Gespräch gekommen. Als BSV ziehe ich regelmäßig entsprechende Proben. Bis dato habe ich die Untersuchungen der Labore nicht in Frage gestellt. Das Gespräch hat bei mir für einen Perspektivwechsel gesorgt, den ich euch nicht vorenthalten möchte.
Da das Thema in der Imkerschaft mit Instituten und Labors sehr leidenschaftlich diskutiert werden könnte, möchte der Imker anonym bleiben. Seinen Text drucken wir also ohne Angabe eines Autors ab.

Marie Förster

Im Herbst 2018 wurde vom Nationalen Referenzlabor für Bienenkrankheiten, dem Friedrich Löffler Institut (FLI), in Zusammenarbeit mit dem LAVES – Institut für Bienenkunde Celle ein bundesweiter AFB- Ringversuch mit inkludierter Laborvergleichsuntersuchung durchgeführt, an dem insgesamt 26 Laboratorien teilgenommen haben, darunter auch eines aus dem Ausland. Das Friedrich Löffler Institut veröffentlichte die Ergebnisse am 9.11.2020 im Artikel „Ringversuch zum Nachweis von Paenibacillus larvae, dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut“ Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift*.
Die Autoren testieren dort „einen insgesamt guten Stand der AFB-Diagnostik und die Qualität der Einrichtungen in Deutschland“. Die im Rahmen des o. g. Ringtests erfassten Daten werden in der Veröffentlichung tatsächlich nur unvollständig wiedergegeben.
Erst durch Mitwirken des Bundesdatenschutzbeauftragten auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes hat das Friedrich Löffler Institut die tatsächlichen Rohdaten des Versuchs offen gelegt. (Anmerkung der Redaktion: Die schriftliche Korrespondenz dazu liegt uns vor.)

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