Belegstellenbericht 2022

Carnica-Sklenar Belegstelle DE-17-6 Juist
Rechts Daniel Huerkamp, Belegstellenleiter Juist und Stefan Bormann vom Imkerverein Wernigerode gönnen sich nach dem Abladen der Gestelle eine Pause
Nach Ankunft und Zwischenlagerung der Königinnen ist eine Pause notwendig
Rechts Daniel Huerkamp, Belegstellenleiter und Stefan Bormann vom Helferteam IV-WR

Belegstellenbericht der Sklenarbelegstellen der „Friesische Inseln“ 2022

Klima- und wetterbedingt wurden auf den Carnica Sklenar-Belegstellen der Nord- und Ostfriesischen Inseln deutlich weniger Königinnen angeliefert. Die Berichte dazu sind unter den einzelnen Belegstellen eingestellt. Die Frühjahrsentwicklung der Völker war regional sehr unterschiedlich. Die Drohnenvölker konnten sich aber trotz schlechter Witterung gut entwickeln, wenn sie auf windgeschützten Ständen standen und sie die wenigen Flugstunden mit Sonne auf dem Pelz zum Eintragen von Pollen nutzen konnten.  
Die Sklenar-Belegstellen Borkum, Juist und Hamburger Hallig konnten pünktlich eröffnet werden. Die Grundlage für die Anlieferung von Jungweisen (Prinzessinnen) zu den Belegstellen war somit gegeben.  Die Drohnenvölker mit ihren jungen Prinzen, ausgestattet mit den besten Eigenschaften, warteten schon darauf sie begatten zu dürfen. Doch die Anlieferung von jungen Königinnen stockte von Anfang an und konnte während der gesamten Öffnungszeit nicht wieder wett gemacht werden.
Der Grund dafür waren die schlechten Zuchterfolge von jungen Königinnen. Mit einsetzender Tracht ab Anfang Mai  waren die Völker mit dem Sammeln von Nektar beschäftigt. Womit kaum einer gerechnet hatte war die stabile Wetterlage mit ständigem Nektarfluss bereits aus der Obstblüte, dem Raps und aus dem Bergahorn. Dem nicht genug, ging es auch im Juni und Juli so weiter. Es hat sich das alte Sprichwort einmal wieder behauptet: „Ein gutes Honigjahr ist ein schlechtes Zuchtjahr“.
Bedingt durch die massive Tracht trat  Anfang Mai kaum Schwarmstimmung auf und wenn doch,  konnte sie leicht verhindert werden. Die Bienenvölker hatten kein Interesse sich noch um Königinnen zu kümmern, denn zuerst kommt die Vorsorge um den Wintervorrat, erst danach der Vermehrungstrieb. Die Zucht von jungen Königinnen klappte in F1-Hybridvölkern besser als in Reinzuchtvölkern. Reinzuchtvölker sind von Natur aus schwarmträge und sind nur bedingt für die vollwertige Pflege von Weiselzellen geeignet. Von 30 umgelarvten oder umgesteckten Weiselnäpfen wurden oft nur 20 Zellen angeblasen, wovon teilweise nur 8-10 Königinnen vollwertig waren und der Rest ausgebissen war, weil sie nicht ordentlich mit Weiselfuttersaft versorgt waren.    
Der zusätzliche Aufwand war enorm um den Pflegevölkern die Bereitschaft zur Pflege von Weiselzellen schmackhafter zu machen. Nicht mal im 9 Tage weisellosen Volk war man sicher, aber die alte Zuchtmethode von Guido Sklenar war dann doch erfolgreich. Mit der Entnahme der Königin und Entnahme der Brutwaben eines Hybridvolkes, sowie einer Einengung trat dann doch der Zuchterfolg ein.
Auch in diesem Jahr hatten einige Züchter teils schlechte Begattungsergebnisse, andere dagegen im gleichen Zeitraum sehr gute mit bis zu 100%.  Woran das gelegen hat ist kaum auszumachen.
Prinzipiell ist der Juli und August mit seinen stabileren Temperaturen für die Begattung gut geeignet.

Wilfried Götze

Zuchtkoordinator Sklenar-Nord

43. Mitgliederversammlung des IBSZ e.v.

Gruppenfoto der Teilnehmer

Bericht zur 43. Mitgliederversammlung des Sklenarbundes
vom 23.09.2 bis 25.09.2022 in Voerde am Niederrhein

Eckard Uhlenbruck hat unserer 43. Mitgliederversammlung vom 23.09.2022 bis 25.09.2022 im Hotel Niederrhein organisiert. Das Hotel war eine gute Wahl. Leider waren nur 11 Mitglieder zur 43. Mitgliederversammlung angereist. Für die Organisation möchten wir Eckhard Uhlenbruck und seine Frau herzlich danken. Am Freitag war unsere Vorstandssitzung, in der wir die Beschlüsse für die Mitgliederversammlung vorbereitet haben. Für das Engagement, unser „Das Bienenmütterchen“ zu schreiben, wurde Marie Förster mit dem Sklenar-Abzeichen in Bronze ausgezeichnet. Wir gratulieren Marie Förster ganz herzlich!  Die Züchtertagung wurde von Leo Famulla geleitet. Von den Züchterringen wurden kurze Berichte vorgetragen. Wilfried Götze, der leider aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen musste, hat uns einen Speicherstick zur Verfügung gestellt, mit den entsprechenden  Zuchtdaten der Belegstellen.  Bei den wenigen Mitgliedern haben wir auf einen Vortrag am Sonnabendvormittag verzichtet. Dafür haben wir über die Planung der Mitgliederversammlungen diskutiert. Es gab viele gute Ideen, die alle diskutiert wurden. Die Beteiligung von Mitgliedern, wenn im Norden unsere Mitgliederversammlungen organisiert werden, ist sehr gering. Unsere Altersstruktur und die Entwicklung der Benzinpreise haben sich ebenfalls auf die Beteiligung negativ ausgewirkt. Wir brauchen junge Mitglieder für unseren IBSZ e.V. , aber auch gleichzeitig neue Züchter. Obwohl in den Landesverbänden viele Anfängerkurse und Zuchtlehrgänge  organisiert werden, ist die Bereitschaft sich mit der Zucht zu beschäftigen sehr gering. Es wurden Fehler bei der Beschickung der Inselbelegstellen analysiert. Im Ergebnis sind diese Fehler immer gleich gelagert und treten jährlich auf. Es wurde auch über die Anzahl der Drohnenvölker auf der Belegstelle Just in Bezug auf die maximale Kapazität je Durchgang gesprochen.  Über die jährlich im September stattfindende Mitgliederversammlung wurde intensiv diskutiert. Es waren Ideen von Online-Mitgliederversammlung über Hybridversammlung, aber es gab auch Stimmen die an dieser Systematik festhalten möchten, dass wir uns einmal im Jahr treffen. Das sollte für die Gemeinschaft des IBSZ e.V. stehen.

Unsere 44. Mitgliederversammlung vom 22.09.2023 bis 24.09.2023 wollen wir in Mistelbach /Österreich, dem Ursprungsgebiet der Sklenarbiene, organisieren.  Dafür hat sich Sascha Störmer bereit erklärt. Auch für 2024 haben wir einen Organisator. Ein wesentliche Schwerpunkt unserer Zuchtarbeit sind die Züchtertagungen der Zuchtgruppen Nord und Süd, die auch weiterhin organisiert und durchgeführt werden.

Der Ausflug am  Sonnabend  war nach Oberhausen zum Gasometer organisiert. Mit 118 m Höhe ist der Gasometer schon von weiten sichtbar.  Der Gasometer ist mehr als ein Industriedenkmal. Seit seiner Stilllegung vor über 30 Jahren hat er sich zum Wahrzeichen der Stadt Oberhausen entwickelt und darüber hinaus zum unübersehbaren Erkennungszeichen einer ganzen Region. Ende der 1920er Jahre erbaut, erinnert Europas größter Scheibengasbehälter eindrucksvoll an die Schwerindustrie, die mehr als ein Jahrhundert lang das Ruhrgebiet geprägt hat. Die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ zeigt anhand preisgekrönter Foto- und Videoaufnahmen die Schönheit der Natur und den Einfluss der Menschen auf ihre Umwelt. Die Besucher werden mitgenommen auf eine bildgewaltige Reise durch die Wasser-, Wald- und Wüstenwelten unseres Planeten. Höhepunkt der Ausstellung ist im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometer eine monumentale Skulptur der Erde, auf die aktuelle Satellitenbilder projiziert werden. Die Zerstörung durch Naturgewalten, Vulkane, Erdbeben  aber auch Überschwemmungen wird Eindrucksvoll gezeigt. Aber auch die Zerstörung durch den Menschen mit der hohen Müllproduktion und die Zerstörung der Urwälder in Südamerika, Afrika und Indonesien wird auf Fotos gezeigt. Beeindruckend war „Wir leben auf Kosten der Natur“!

Natur! Wir sind von Ihr umgeben und umschlungen…Wir leben mitten in Ihr und sind Ihr fremd…Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie“ schreibt Georg Christoph Tobler in den Anfängen der Industrialisierung.

Nach der Besichtigung sind wir nach Duisburg ins Bienenmuseum gefahren. Bei Kaffee und Kuchen wurden fachliche Gespräche geführt. Danach besichtigten wir das Bienenmuseum. Das Bienenmuseum Duisburg besteht seit 1952 und wurde vom Bienenzuchtverein Duisburg e.V. gegründet und war bis 1996 in der Schule „Am See in Duisburg-Wedau“ untergebracht. Im Jahre 1997 sind wir in die schönen und großen Räume der ehemaligen Schule auf der Kirchfeldstraße 3 in 47239 Duisburg-Rumeln / Kaldenhausen umgezogen. Schulungsveranstaltungen für Besuchergruppen und Imkervereine werden in einem großen Schulungsraum mit der entsprechenden technischen Ausstattung durchgeführt.
Wir sind ein Anziehungspunkt für Schulen, Kindergärten, Vereine/Gruppen u.a. Imkervereine, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad, Bus oder PKW zum Bienenmuseum kommen, so die Aussagen der Verantwortlichen. Im Internet unter www.duisburglive.de/ können weitere aktuelle Veranstaltungen in Duisburg abgerufen werden.

Am Sonntag haben wir unsere Mitgliederversammlung  durchgeführt. Aus Gründen der geringen Beteiligung haben wir auf Ehrengästen verzichtet und nur Vereins-internes abgearbeitet. Im Rechenschaftsbericht wurde auf die Belegstellenarbeit hingewiesen. Es sollten die Belegstellendaten im „Das Bienenmütterchen“ veröffentlicht werden. Auch die Ergebnisse der Belegstellensaison sollten im BM veröffentlicht werden. Sehr wichtig ist, dass alle Zuchtdaten der Vatervölker im BM vor der Zuchtsaison veröffentlicht werden. Die Homepage wird von Wilfried Götze  betreut.  In der Diskussion kam zum Ausdruck, dass bei der  Eingabe www.sklenarbund.de das alte Logo der Webseite von Klaus Nowottnik erscheint. Ein zusätzliche Klick auf  „Die Webseite gehen“ kommt man auf unsere aktuelle Seite. Über den Mitgliederstand wurde berichtet, der weiter rückläufig ist. Hier sind Ideen gefragt, dem ganzen entgegenzuwirken. Marie Förster wurde gedankt, die mit viel Engagement unser BM für den Druck vorbereitet. Leider kommen wenige Zuchtdaten, die Marie im BM veröffentlichen kann. Hier sind die Züchter mit in der Verantwortung, dass unser „Das Bienenmütterchen“ mit mehr, aber auch aktuellen Zuchtdaten beliefert wird. Von Maik Hessemüller wurden die Kassenbestände per 22.09.2022 bekanntgegeben. Die Kasse wurde von Eckhard Uhlenbruck und Wilhelm Renken geprüft. Im Kassenbericht wurde festgestellt, dass alle Belege mit den Kontoauszügen überein stimmten. Die Kassenprüfung hat der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, den Vorstand zu entlasten. Die Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig beschlossen. Auf unserer 43.Mitgliederversammlung wurden 5 Beschlüssen gefasst, welche die Zucht unterstützen sollen.
Sascha Störmer wird sich in den nächsten Wochen einige Infos einholen, die wir dann Anfang 2023 veröffentlichen  werden.

Euer Präsident

Günter Vorsatz

Protokoll der Frühjahrstagung Sklenargruppe Nord

Zur diesjährigen Frühjahrstagung der Sklenargruppe Nord des Internationalen Bundes der Sklenarbienenzüchter konnte Wilfried Götze am Sonntag, 20. Februar 2022 um 12.00 Uhr 11 Züchter im Autohof Schwarmstedt begrüßen. Er freute sich, endlich wieder eine Präsenzveranstaltung durchführen zu können. Das Protokoll der vorjährigen Onlineversammlung wurde verlesen. 

„Protokoll der Frühjahrstagung Sklenargruppe Nord“ weiterlesen

Das Bienenmütterchen Ausgabe 04/06

Das Bienenmütterchen feiert Jubiläum, unsere Mitglieder erwartet in den nächsten Tagen eine besondere Ausgabe.

Neben unserem Jubiläum steht das Forschungsprojekt Biene40 im Mittelpunkt. Prof. Dr. Claus Brell hat uns zu seinem Digitalisierungsprojekt einen mehrseitigen Artikel geschrieben.
Neben aktuellen Hinweisen zum Vereinsleben und den Belegstellen gibt es außerdem einen interessanten Artikel zur Lecanien und Lachniden, einen Bericht aus dem Imkerland Slowenien und einiges mehr.

Das Bienenmütterchen geht in den nächsten Tagen in den Versand an unsere Mitglieder!

Weihnacht- und Neujahrsgrüße an die Freunde unserer legendären Sklenarbiene

Gedanken zum Neuen Jahr
Das Leben ist eine Chance, nutze sie.
Das Leben ist schön, bewundere es.
Das Leben ist ein Traum, verwirkliche ihn.
Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.
Das Leben ist kostbar, geh sorgsam damit um.
Das Leben ist Reichtum, bewahre Ihn.
Das Leben ist ein Rätsel, löse es.
Das Leben ist ein Lied, sing es.
Das Leben ist Liebe, genieße es.

In diesem Sinn bedanke ich mich für Eure guten Gedanken und offene Worte und wünsche Euch und euren Familien besinnliche Weihnachtsfeiertage und alles erdenklich Gute für das Neue Jahr 2022 .

Euer Präsident

Günter Vorsatz

42. Mitgliederversammlung des IBSZ e.V.

Das Tagungshotel Forsthaus Seebergen in Lütjensee

Vom 24.9.2021 bis 26.9.2021 haben wir unsere 42. Mitgliederversammlung in Lütjensee , im „Hotel Forsthaus Seebergen“ durchgeführt.
Hans Heinrich Just als Organisator vor Ort hat die Hotelanlage, an einem kleinen See ausgewählt.
Bei herbstlichen Wetter waren die Mitglieder am 24.9.2021 angereist.  
Da wir unsere Mitgliederversammlung 2020, bedingt durch Corona, nicht durchführen konnten hatten wir am Freitag in unserer Vorstandssitzung eine straffe Tagesordnung, die es abzuarbeiten galt. Die Kasse musste für die Jahre 2019 und 2020 geprüft werden. Für das Engagement der Kassenprüfer möchte ich mich als Präsident herzlich bedanken.
Für den Sonnabend 25.09.2021 hatten wir Prof. Dr. Dr. Randolf  Menzel von der Freien Universität Berlin eingeladen.
„Die Intelligenz der Bienen“ war das Thema.
In der anschließenden Diskussion war zu erkennen, dass wir ein sehr spannendes Thema gewählt hatten. Für einige Imker wurde der Blickwinkel zur einzelnen Biene geschärft.

Prof. Dr. Dr. Menzel bei seinem Vortrag „Über die Intelligenz der Bienen“
Gruppenfoto von den Teilnehmern an der 42. Mitgliederversammlung

Für den Nachmittag hatte  Heiner Just eine Besichtigung im Schloss Ahrensburg  organisiert. Um 1585 wurde es von Peter Rantzau, ein Gesander des dänischen Königs erbaut. Nur wenige Schlösser aus der Renaissance sind  in Schleswig-Holstein noch erhalten. Das Herrenhaus wurde in der traditionellen Form des sogenannten Mehrfachhauses errichtet und als moderner, aufwendiger Renaissancesitz ausgestattet. Die vier Türme sind ein Symbol der Macht. Bei der Besichtigung musste jeder Besucher Filzpantoffel anziehen, damit die sehr gut erhaltenen Parkettfußböden mit den Straßenschuhen nicht zerkratzt werden. Nach den durchstreifen einer über 400 Jahren Geschichte sind wir zum Kaffee ins Restaurant „ Glantz & Gloria“ gefahren. Es war eine tolle Exkursion bei schönen Herbstwetter.

Mitglieder des IBSZ e.V. bei der Besichtigung von Schloss Ahrensburg

An  Sonntag, den 26.09.2021 haben war die eigentliche Mitgliederversammlung mit anschließender Wahl des neuen Vorstandes durchgeführt.   Nicht mehr zur Wahl gestellt hatte sich der Vizepräsident Josepf Misslin. Für seine aktive Arbeit im Vorstand  dankte Günter Vorsatz und wünscht Ihm alles Gute, vor allen Gesundheit.

Verabschiedung des ehemaligen Vizepräsidenten Joseph Misslin durch den Präsidenten

Als neuer Vorstand wurde gewählt:
Markus Müller CH; Wilfried Götze D; Leo Famula D; GünterVorsatz D; Guillaume Misslin NL; Stefan Bormann D; Maik Hessemüller D

Der neue Vorstand v.l.

Günter Vorsatz 

Präsident des IBSZ e.V .

Belegstellenberichte

Carnica-Sklenar-Belegstellenberichte 2021 der Friesischen Inseln

Auch in diesem Jahr sind auf den Carnica Sklenar- Belegstellen der Nord- und Ostfriesischen Inseln viele Königinnen angeliefert worden. Trotz der Coronapandemie gab es keine Einschränkungen der Belegstellenbeschickung.  Bedingt durch mehrere Schlechtwetterperioden während der Entwicklungsphase der Bienenvölker im Frühjahr war die Drohnenzucht teilweise in Gefahr. Die Belegstelle Borkum konnte pünktlich eröffnet werden, wogegen die Öffnung der Belegstelle Juist und die Hamburger Hallig um eine Woche verschoben werden musste.

„Belegstellenberichte“ weiterlesen

Züchterring „Harz“ im Imkerverein Wernigerode


Imkertag am 3.7.2021 im Komturhof in Darlingerode

In diesem Jahr haben sich die Imker und Züchter des Wernigeröder Imkerverein anlässlich des  Tages der Deutschen Imkerei auf dem Komturhof in Darlingerode zusammengefunden.
Der Komturhof ist eines der ältesten und urkundlich erwähnten Grundstücke des Ortes Darlingerode mit einer fast tausendjährigen Geschichte.
Neben einem sehr gut erhaltenen und restaurierten Fachwerkhaus, einem Stallgebäude, einem traditionellem Backhaus, einem Sägegatter, einer Streuobstwiese sind dort viele schützenswerte Geräte, Maschinen und Gegenstände vergangener Perioden untergebracht.  
Im Dachgeschoss des ehemaligen Stallgebäudes wurde ein Schulungsraum mit allen notwendigen Medienanschlüssen eingerichtet. Er kann für eine kleine Pauschale von den Ortsvereinen gemietet werden.
Seit 2019 gibt es einen Schulungsbienenstand des Imkerverein Wernigerode für bis zu acht Bienenvölker. Derzeit sind drei Dadant-Beuten mit Bienenvölkern besetzt, die alle Reinzucht-Königinnen des Stammes Sklenar enthalten.
Im Jahr 2022 sollen weitere drei Völker im Deutsch-Normalmaß aufgestellt werden.
Wegen des Denkmalschutzes kommen nur Beutensysteme aus Holz in Frage.
Die Besetzung der Beuten und die Betreuung der Völker im Jahresverlauf hat der Züchter Wilfried Götze übernommen.
Anfangs war es fraglich, ob eine Zusammenkunft während der Pandemie zum Tag der Deutschen Imkerei überhaupt stattfinden konnte. Doch mit den bestehenden Abstands- und Verhaltensregeln sowie den  amtlichen Lockerungen konnte der Tag positiv gestaltet werden. Auch wie schon 2020 war das Vereinsleben der Wernigeröder Imker und Züchter in den vergangenen Monaten fast vollständig zum Erliegen gekommen, sodass dieser Tag zu einem neuen Höhepunkt werden sollte, was sich dann in einem sehr guten Besuch durch die Mitglieder ausdrückte.
Der Vorstand des Imkerverein Wernigerode sorgte für das leibliche Wohl und für eine gute Gesprächsatmosphäre zwischen den anwesenden Züchtern des Züchterringes Harz und den Imkern.   
Am Bienenstand konnten sich die Anwesenden an diesem Tage von der Sanftmut der Völker und deren Sammeleifer trotz unbeständigem Wetter überzeugen. Die Honigräume waren zu diesem Zeitpunkt  bereits gut gefüllt und versprachen eine gute Ernte von Sommertracht Honig.
Vielen Dank an unsere treuen Mitglieder für ihren Besuch und der guten Organisation des Imkertages durch den Vorstand.

Wilfried Götze
Mitglied des Züchterringes Harz


Alle nachfolgenden Fotos sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne Zustimmung des Fotoautors G. Frenzel nicht auf anderen Medien veröffentlicht werden.
Die Zustimmung zur Veröffentlichung der gezeigten Personen auf dieser Homepage liegt dem Veranstalter vor.

Die ersten drei Bienenvölker auf dem Komturhof Darlingerode sind besetzt

Informationsblatt „Das Bienenmütterchen“

Das Bienenmütterchen erscheint mit der Ausgabe 04/06 2021 im neuen Gewand

Das Bienenmütterchen im neuen Gewand
Inhalt / Impressum

Viele Mitglieder waren sehr verärgert wegen des Wegfalls des Bienenmütterchens zum Ende des Jahres 2019. Es gab viel Kritik und sogar einige Austritte aus dem „Internationalen Bund des Sklenarbienenzüchter e.V.“ Das zwischenzeitlich erschienene Infoblatt war und konnte auf Dauer kein Ersatz sein. Klaus Nowottnick als damaliger Redakteur hatte sicherlich seine Gründe, denn aus der Mitgliedschaft kamen kaum noch verwertbare Beiträge. Auch kann man Günter Vorsatz unserem neuen Präsidenten keinen Vorwurf machen, denn gerade er war es, der „Das Bienenmütterchen“ retten wollte.

In seinem Leitartikel zum „Das Bienenmütterchen im neuen Gewand“ schreibt Günter Vorsatz, dass im Jahr 2020 ein positiver Trend in der Mitgliederzahl eingesetzt hat.
Mit neuen Mitgliedern hat unser „Internationaler Bund der Sklenarbienenzüchter e.V.“ auch eine Chance auf Erneuerung. Wobei auf die Erfahrung unserer gestandenen Züchter und Mitglieder nicht verzichtet werden kann.
Als IBSZ e.V. werden wir uns den Herausforderungen für den Erhalt von „Das Bienenmütterchen“ stellen.
Wenn neue Mitglieder sich in einem Verein anmelden, bringen diese auch viele neue Ideen mit, die das Vereinsleben attraktiver gestalten.

Ein besonderes Lob möchte ich unserer neuen Redakteurin Marie Förster aussprechen. Ohne groß zu zögern hat sie zugesagt, mit Unterstützung unseres Präsidenten „Das Bienenmütterchen“ zu neu gestalten. Und es scheint ihr gelungen zu sein, denn das neue Layout ist vom Äußeren ansprechend und von der inhaltlichen Thematik komplett neu gegliedert und sehr interessant.
Natürlich hat unser neues Infoblatt nur Bestand, wenn unsere Mitglieder dazu auch aktiv beitragen und appellieren daher an alle Mitglieder und bitten sie um Zusendung von Fotomaterial, Hinweise und Berichte zur Zucht, Berichte zu aktuellen Themen der Imkerei, Neuigkeiten aus den Vereinen, Neumitglieder berichten oder imkerliche Basteltipps.

Der Erhalt unserer legendären und über viele Generationen durchgezüchtete, in den Eigenschaften ständig verbesserte Sklenarbiene liegt uns allen am Herzen.
Sie ist sehr leistungsstark im Honigertrag, ist sanftmütig, besitzt einen ruhigen Wabensitz, hat eine geringe Schwarmneigung und hat ein gutes Abwehrverhalten gegen Krankheiten.
Sie ist seine Biene schlechthin, so wie Rudi Bauer, einer der erfahrensten Sklenarbienenzüchter im Interview mit der Redakteurin Marie Förster sagt. Seit 50 Jahren züchtet er die Sklenarbiene in jahrzehntelange Selektionsarbeit und ist von der Sklenarbiene nie enttäuscht worden.
Das komplette Interview ist im „Das Bienenmütterchen“ ab Seite 11 abgedruckt.

Wilfried Götze
Zuchtkoordinator Sklenar-Nord



Züchtertagung Sklenar-Nord

Frühjahrstagung Nord 2021 des Internationalen Sklenarbundes

Zur diesjährigen Frühjahrstagung Nord des Internationalen Sklenarbundes konnte Wilfried Götze am Sonntag, 21. Februar 2021 um 13.30 Uhr 13 Züchter am Bildschirm begrüßen. Coronabedingt fand die diesjährige Tagung als Online-Treffen statt. Besonders begrüßte Wilfried Götze unseren Präsidenten Günter Vorsatz und den Belegstellenleiter Borkum, Rudi Bauer.

Wilfried Götze erinnerte an den plötzlichen Tod von Eduard Huch. Helmut Heckmann sprach ein paar erinnernde Worte und ging dabei insbesondere auf die Bedeutung von Eduard Huch für den Züchterring Lammetal ein.

Im Anschluss an eine Gedenkminute für Eduard Huch wandte sich unser Präsident Günter Vorsatz an die Teilnehmer. Er erinnerte an die in Oberhausen geplante Versammlung, die leider wegen Corona ausfallen musste und verwies auf die vom 24. bis 26. September geplante diesjährige Versammlung in Lütjensee. Hans-Heinrich Just hat die Organisation vor Ort übernommen. Anmeldungen müssen frühzeitig, spätestens bis 1. April, erfolgen. Näheres wird kurzfristig veröffentlicht.

Als nächstes gaben die Teilnehmer einen Überblick über ihre züchterischen Aktivitäten des letzten Jahres.

Wilfried Götze berichtete über die Inselbelegstelle Juist. Hier wurden 2020 1887 Königinnen angeliefert. Als Drohnenvölker standen Töchter der 11-70-1524/17 (9/15) von Eckhard Uhlenbruck zur Verfügung. Es gab sowohl wetterbedingt aber vor allem imkerbedingt, sehr unterschiedliche Begattungsergebnisse.  Dabei war der Schnitt bei 68,6%.

Hans-Heinrich Just berichtete über die Aktivitäten auf der Inselbelegstelle Hamburg Hallig. 2020 wurden 233 Königinnen aufgeführt. Als Mutter der Drohnenvölker stand die 15-22-19/16 (G10) von Hans-Heinrich Just zur Verfügung. Das Begattungsergebnis lag bei 67,8 %. Auch hier waren die bei Juist genannten Gründe für die meisten Misserfolge maßgeblich. Der örtliche Züchterring unterstützt weiter verstärkt die Aktivitäten auf der Belegstelle.

Rudi Bauer gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten auf Borkum. Hier wurden 2020 332 Königinnen aufgeführt. Als Mutter der Drohnenvölker diente die 11- 03-3012/16 (19/48) von Rudi Bauer. Das Begattungsergebnis lag bei 75 %.

Die Drohnenvölker für Juist 2021 wurden von Daniel Hürkamp aufgebaut. Reservevölker wurden von Helmut Holtkamp aufgebaut. Es kommt die Linie 9/26 von Wilfried Götze zum Einsatz. Die Abstammungs- und Zuchtwertdaten wurden vorgestellt. Die Zuchtbuchnummer der Mutter lautet 14-21-1368/18. Es stehen ausreichend Reservevölker zur Verfügung. Die Eröffnung ist für den 31.05.20 und die letzte Anlieferung ist für den 26.7.20 vorgesehen.

Hans-Heinrich Just stellte die Drohnenvölker für Hamburg-Hallig vor. Die vorgesehene H 47 stammt von Georg Mathiszig. Die Zuchtbuchnummer lautet 15-219-43/19.  Die Eröffnung der Insel ist für den 4. Juni vorgesehen. Wie auch in den Vorjahren wird um möglichst frühzeitige Anmeldung (spätestens Ende April) gebeten, damit die Planungen reibungslos ablaufen können. Das gleiche gilt für evtl. Abmeldungen.

Auf Borkum stehen 2021 nochmals Königinnen der Linie 19/48 von Rudi Bauer (wie Vorjahr).

Für die Drohnenvölker Juist 2022 wurde die Linie 9/24 von Heinrich Schäfers, Zuchtbuch-Nr. 18-102-13/19 ausgesucht. Sie zeigte in den vorgeschalteten Prüfungen hervorragende Ergebnisse. Die endgültige Entscheidung wird nach der Auswinterung getroffen. Eckhard Uhlenbruck erklärte sich bereit, den Züchterring Egge-Senne bei Bereitstellung der 35 Königinnen zu unterstützen. Die Mutter der Drohnenvölker Hamburg Hallig 2022 wird im Laufe der kommenden Saison von Hans-Heinrich Just und den Züchterfreunden vor Ort ausgewählt. Für Borkum ist für die Jahre 2022 und 2023 die Linie 9/15 turnusgemäß vorgesehen.

Für die Inselköniginnen für Juist 2023 sind die Linien H47 oder G10 vorgesehen. Für beide Linien sind entsprechende Prüfgruppen mit unterschiedlichen Anpaarungen aufgebaut.

Für 2024 wurde über die Organisation der Ringtausche gesprochen. U. a. soll als Vorbereitung für die Inselbeschickung ein Tausch für die 19/48 und für die G10 durchgeführt werden. Eckhard Uhlenbruck koordiniert den Ringtausch. Auch innerhalb der Züchterringe wird es wieder zum Aufbau gemischter Prüfstände kommen.

Wilfried Götze ging dann noch auf wesentliche züchterische Punkte in der Imkerei ein. Er forderte zur Gewinnung weiterer Mitstreiter für die Zucht auf.

Um 16.10 Uhr wurde die Videoversammlung beendet.

01.03.2021

Schriftleiter: Eckhard Uhlenbruck

Weihnachtsgrüße

Liebe Mitglieder,
ein aufregendes Jahr 2020 neigt sich dem Ende!
„ Wie gut, dass das Leben uns
immer nur mit seiner Gegenwart überrascht und
dass es uns keinen Blick in die Zukunft gestattet“  
Mit voller Zuversicht sind wir in das Jahr 2020 gestartet und wurden im Frühjahr von einem Virus ausgebremst, so dass alle Versammlungen abgesagt werden mussten. Auch das Weihnachtsfest 2020 wird nicht wie jedes Jahr, im großen Familienkreis gefeiert werden können. Es sind bestimmte Einschränkungen vorhanden, an die wir uns halten sollten, um gesund aus dieser Situation den IBSZ e.V. und  deren  Mitgliedschaft zu stärken!
Trotz dieser Einschränkungen, hoffe ich, dass Ihr die Festtage mit Euern Familien mit Freude und Harmonie verbringen könnt!
Das Jahr 2021 wird in wenigen Tagen beginnen! Es wird auch ein anderer Jahreswechsel werden, der uns ganz neue Herausforderungen abverlangt. Mit Beginn des Jahres 2021 gehen  die Gedanken schon an die Vorbereitung der neuen Bienensaison  bzw. Zuchtsaison.
Ich wünsche Euch ein gesundes und an positiven Ereignissen sowie schönen Erlebnissen reiches Jahr 2021. Mögen alle Maßnahmen helfen, damit wir im Frühjahr zu einem relativ normalen Leben zurückkommen können!
Möge das Jahr 2021 sowohl für unseren „Internationalen Bund der Sklenarbienenzüchter e.V.“ als auch für unsere Mitglieder in unseren Ländern ein Miteinander und Frieden bringen.
So wünschen wir uns Zivilcourage, einen klaren Kopf um auch schwierige Situationen zu meistern.
Für unseren IBSZ e.V. stehen im Frühjahr die Züchtertagung Nord / Süd  und die Jahrestagung im September in  Hamburg/Deutschland  im Terminkalender 2021.
In diesem Sinn wünsche ich Euch und Euren Familien ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021.
Möge es ein friedliches Jahr werden!

Bleibt alle gesund!

Euer Präsident

Günter Vorsatz

Belegstellenberichte

Carnica-Sklenar-Belegstellenberichte 2020 der Friesischen Inseln, Niedersachsen

Ein weiteres erfolgreiches Jahr ist auf den Sklenar- Belegstellen der Nord- und Ostfriesischen Inseln im Jahr 2020 zu verzeichnen.  Die anfänglichen Schwierigkeiten mit Sperrung der kompletten  Inseln durch den verhängten  Lockdown (Ausgangs / Kontaktsperre) konnten Dank Einsicht der Behörden pünktlich zur Eröffnung überwunden werden.  Für die Belegstellenleiter  gab es im Vorfeld  bereits Lockerungen um die Drohnenvölker zu bearbeiten, Drohnenwaben einzuhängenden, den Futterstand zu kontrollieren oder weitere Drohnenvölker auf die Insel zu bringen, sowie die Saison vorzubereiten. Doch es gab auch Probleme, besonders  mit den Fährdiensten. Die Fähren sind nur gefahren wenn diese vorher per Internet reserviert und der Fährpreis bezahlt war. Wer sich da nicht vorher informiert hatte, konnte nicht mitfahren und hatte das Nachsehen. Auch wenn man auf der Insel angekommen war, gab es keinerlei Übernachtung.
Es musste improvisiert  und aus der Not eine Tugend gemacht werden.

Die Zahl der angelieferten jungen Königinnen (Prinzessinnen) kann sich trotz der Kontaktsperren sehen lassen.  Auf sie warteten die jungen Prinzen und das mit voller Energie. Das Ergebnis waren die veredelten Jungweiseln, ausgestattet mit einem Erbgut der besten Eigenschaften wie einer hohen Honigleistung, einer ausgezeichneten Sanftmut, einem hervorragenden Wabensitz, einer geringen Schwarmneigung und einem guten Abwehrverhalten gegen die Varroa.

Natürlich können die Nachkommen nur dann gut sein, wenn das Ausgangsmaterial der Mutterzuchtvölker der Jungweisel auch von hochwertiger Natur ist und die Weisel die besten Aufzugbedingungen erhalten haben um für den Begattungsflug vital genug zu sein.

Die Sklenarbiene ist eine der besten und über 100 Jahre durchgezüchtete Biene überhaupt. Die Züchter der Vatermütter 4a geben sich alle Mühe die hohen Anforderungen, die an sie gestellt werden, zu erfüllen. Die  Verantwortung gegenüber den Imkern und Züchtern,  die sich von einer Inselbeschickung vieles versprechen, ist sehr hoch.

Auch wenn die Kosten für eine Inselbegattung nicht gerade preiswert sind, sind es doch die inneren Werte, die diese Prinzessinnen so begehrt machen.  Der Belegstellenpreis ist nicht der einzige Kostenfaktor, denn vielmehr schlagen die Transportkosten zu Buche.  Sehr bewährt haben sich die seit vielen Jahren von den Züchtern der Landesverbände organisierten Sammeltransporte zu den friesischen Inseln. Ob aus der Schweiz, aus Baden-Württemberg, dem Rheinland oder den vielen Züchterringen werden Fahrten zu den Inseln organisiert.  Dazu gibt es an bestimmten Autobahnparkplätzen fest definierte Übergabestellen.    Sollte Interesse an einer Inselbeschickung bestehen, wenden Sie sich an die erfahrenen Züchter in den Landesverbänden oder an die Belegstellenleiter. Sie geben gern Auskünfte über geplante Sammelbeschickungen.

Wilfried Götze Zuchtkoordinator Sklenar-Nord


Hier gelangen Sie zu den Berichten:

Belegstellenbericht der Insel Juist

Belegstellenbericht der Insel Borkum

Belegstellenbericht der Insel Hamburger-Hallig


Belegstellenberichte

Belegstellenbericht 2020 von Theo Günthner, Belegstellenleiter der Carnica-Sklenar-Belegstelle Königswald, Bayern

Auf der Belegstelle Königswald hatten wir in diesem Jahr ein Rekordergebnis mit 7742 angelieferten Königinnen. Wie ich feststelle ist die Sklenar Biene sehr gefragt.
Viele Anrufe bestätigen mir das. Es kamen Züchter/Imker aus allen Gegenden Bayerns und darüber hinaus.
An die Imker im Belegstellenschutzkreis wurde während der Zuchtsaison jeden Mittwoch und Samstag Zuchtstoff aus Sklenar Zuchtvölkern kostenlos abgegeben.
Auch Königinnen wurden an Imker im Belegstellenschutzkreis zu einem Sonderpreis von 10,00 € zur Verfügung gestellt. Einen Ausgleichbetrag erhalten die Züchter aus der Belegstellen Kasse.  
Die Corona Pandemie war kein Hindernis. Wir hatten überall Hinweise auf Abstand, auf Mundschutz usw. angebracht.  

Belegstellenbericht Sklenarbelegstelle Königswald

Imkertag am 4. Juli 2020 Züchterring Harz

Alle Fotos sind urheberechtlich geschützt und dürfen ohne Zustimmung des Fotoautors G. Frenzel nicht auf anderen Medien veröffentlicht werden.
Die Zustimmung zur Veröffentlichung der gezeigten Personen auf dieser Homepage liegt vor.

Foto: G. Frenzel – Züchter Wolfgang Götze zeigt seinen Bienenstand

Züchterring „Harz“ im Imkerverein Wernigerode  e.V.

Imkertag am 4.7.2020

Das Coronavirus hat uns in allen Lebenslagen im Griff. Jetzt erst gibt es erste Lockerungen der Einschränkungen. Das Vereinsleben der Wernigeröder Imker und Züchter ist in den vergangenen Monaten fast vollständig zum Erliegen gekommen. Es scheint, dass unsere Imker auf diese Lockerungen gewartet hatten, als wir unseren Imkertag 2020 auf dem Bienen-  und Zuchtstand unseres Imkerfreundes Wolfgang Götze durchführten. Der Imkertag war sehr gut besucht. Natürlich mussten wir die allgemeinen Regeln einhalten.

Wolfgang, welcher auch seit 2019 Mitglied im Sklenarbund ist, stellte seinen neuen Bienenstand vor,  zeigte seine Zuchtgeräte und gab Einblicke in seine Zuchtpraxis. Besonderes Interesse fand der neue Siebkasten für die Erstellung von Drohnen freien Begleitvölkchen für die Reise seiner Königinnen auf die Insel-Belegstellen. Diesen ließen sich mehrere Imker genau vorführen. Wir bedanken uns nochmal für seine Bereitschaft den Imkertag bei ihm auszutragen. Anschließend an die informativen Gespräche wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Wir hatten einen Grill aufgebaut und für Essen und Trinken gesorgt. Unsere Teilnehmer hatten ordentlich Hunger mitgebracht und haben alles aufgegessen. Vielen Dank allen Beteiligten.

Stefan Bormann
1. Vorsitzender
Imkerverein Wernigerode e.V.

Züchtertagung Sklenar-Nord

Frühjahrstagung Nord 2020 des Internationalen Sklenarbundes

Zur diesjährigen Frühjahrstagung Nord des Internationalen Sklenarbundes konnte Wilfried Götze am Sonntag, 16. Februar 2020 um 10.00 Uhr 23 Züchter im Autohof Schwarmstedt begrüßen.
In seinen einführenden Worten berichtete Wilfried Götze über die neu gestaltete Homepage des Sklenarbundes, https://www.sklenarbund.de und über den dort regelmäßig erscheinenden Newsletter als Ersatz für das bisher als Zeitschrift erschienene Bienenmütterchen.
Anschließend blickten die Tagungsteilnehmer auf die 40. Mitgliederversammlung des Sklenarbundes in Lucelle / Frankreich zurück.  Die gelungene Tagung fand sowohl aus fachlicher Sicht als auch von den Rahmenbedingungen großen Anklang. Eckhard Uhlenbruck verwies im Anschluss auf die diesjährige Tagung in Oberhausen.
Daniel Huerkamp berichtete über die Inselbelegstelle Juist. Hier wurden 2019 1601 Königinnen angeliefert. Als Drohnenvölker standen Töchter der DE-1-1-38/16 (G10) von Leo Famula. Es gab sowohl wetterbedingt aber vor allem imkerbedingt, sehr unterschiedliche Begattungsergebnisse.  Dabei war der Schnitt bei 70 %. Daniel Huerkamp ist unter der Mailanschrift belegstellejuist@yahoo.de erreichbar.
Hans-Heinrich Just berichtete über die Aktivitäten auf der Inselbelegstelle Hamburg Hallig. 2019 wurden 262 Königinnen aufgeführt. Als Mutter der Drohnenvölker stand die DE-15-22-19/16 (G10) von Hans-Heinrich Just zur Verfügung. Das Begattungsergebnis lag bei 67,5 %. Auch hier waren die bei Juist genannten Gründe maßgeblich. Der örtliche Züchterring unterstützt verstärkt die Aktivitäten auf der Belegstelle.
Auf Borkum wurden 450 Königinnen angeliefert. Als Drohnenvölker stand die Linie 9/26 von Rudi Bauer zur Verfügung. Die Begattungsergebnisse lagen bei 79 %.
Die Drohnenvölker für Juist 2020 wurden von Daniel Huerkamp erstellt. Reservevölker wurden von Helmut Holtkamp aufgebaut. Bei den Völkern für 2020 gab es bisher keine Winterverluste. Es kommt die Linie 9/15 von Eckhard Uhlenbruck zum Einsatz. Die Abstammungs- und Zuchtwertdaten wurden vorgestellt. Die Zuchtbuchnummer der Mutter lautet DE-11-70-1524/17. Es stehen ausreichend Reservevölker zur Verfügung. Die Eröffnung ist für den 25.05.20 und die letzte Anlieferung ist für den 27.7.20 vorgesehen.
Hans-Heinrich Just stellte die Drohnenvölker für Hamburg-Hallig vor. Die vorgesehene 19/48 stammt von Hans-Werner Breiholz. Die Zuchtbuchnummer lautet DE-15-06-98/17.  Die Eröffnung der Insel ist für den 30. Mai vorgesehen. Wie auch in den Vorjahren wird um möglichst frühzeitige Anmeldung (spätestens Ende April) gebeten, damit die Planungen reibungslos ablaufen können. Das gleiche gilt für evtl. Abmeldungen.
Auf Borkum stehen 2020 Königinnen der Linie 19/48 von Rudi Bauer, Zuchtbuch Nr. DE-11-3-3012/16.
Für die Drohnenvölker Juist 2021 wurde die Linie 9/26 von Wilfried Götze, Zuchtbuch-Nr. DE-14-21-1370/18 ausgesucht. Sie zeigte in den vorgeschalteten Prüfungen hervorragende Ergebnisse. Die endgültige Entscheidung wird nach der Auswinterung getroffen. Die Mutter der Drohnenvölker Hamburg Hallig 2021 wird voraussichtlich die 9/26 von Hans-Werner Breiholz.
Für die Inselköniginnen für Juist 2022 wurden für die H47 mit unterschiedlichen Anpaarungen Prüfgruppen aufgebaut. Auch für die 19/48 wurde ein Ringtausch durchgeführt. Die einzelnen Züchterringe und Einzelzüchter berichteten auch über ihre weiteren züchterischen Aktivitäten. 
Für 2023 wurde über die Organisation der Ringtausche gesprochen. U. a. soll als Vorbereitung für die Inselbeschickung ein Tausch für die 9/24 durchgeführt werden. Auch innerhalb der Züchterringe wird es wieder zum Aufbau gemischter Prüfstände kommen.
Wilfried Götze berichtete dann über seine Erfahrungen mit der Schulung von Einsteigern in die Bienenzucht. Er stellte alle wichtigen Punkte für eine Erfolgreiche Zuchtarbeit vor, die im Rahmen einer Schulung vermittelt werden müssen.
Um 15.15 Uhr schloss Wilfried Götze die Versammlung und wünschte allen eine gute Heimfahrt.
25.2.2020
Zuchtkoordinator Sklenar-Nord :  Wilfried Götze
Schriftleiter:  Eckhard Uhlenbruck

40. Mitgliederversammlung des IBSZ e.V. in Lucelle, Frankreich am 20.-22.09.2019

Tagung im Hotel-Restaurant LE PETIT KOHLBERG
Rückschau auf die 40. Sklenar-Züchtertagung in Lucelle / Frankreich
Es waren wunderschöne und unvergessliche Tage im südlichsten Teil des Elsass, direkt in der Nähe der Schweiz. Die Züchter und Freunde der legendären Carnica-Sklenar-Biene haben sich wieder einmal getroffen um die neuesten Erfahrungen mit dieser wunderbaren, fleißigen, ruhigen und sanftmütigen Biene auszutauschen.
Dazu war das Wetter uns an diesen Tagen sehr wohlgesonnen.
Die Tagung war sehr konstruktiv und hat viele neue Eindrücke vermittelt.
Der Vortrag am Samstagvormittag hatte die Zuchtauslese von varroatoleranten Bienen (VSH) zum Thema.
Guillaume Misslin von der ARISTA-Stiftung aus den Niederlanden hat zu diesem Thema einen exellenten und anschaulichen Vortrag in mehreren Sprachen gehalten.
Sein Credo, zum Abschluss: Es wird noch viele Jahre dauern, bis die Zuchtauslese bei der Erkennung und dem Ausräumen der Zellen mit befallener Brut durch die Varroamilbe zum Erfolg führen wird.
Der Sonntag stand ganz im Fokus der Öffentlichkeits- und Verbandsarbeit, der Ehrungen verdienter Mitglieder aus der Region und der Zukunft des Sklenarbundes. Die geladenen Gäste haben sich sehr über die Ausrichtung der Tagung in der Region Lucelle gefreut und auch ihre Grußworte waren sehr ergreifend. Sie wünschten uns auch für die Zukunft einen erfolgreichen Fortbestand des Sklenarbundes mit einem hohen Maß an Kompetenz und Leidenschaft.
Dank an Joseph Misslin und seiner Gattin Colette für die gute Vorbereitung und Organisation der Tagung.

Euer Präsident Günter Vorsatz

Foto: S.Just, Die Organisatoren der Tagung: v.l.n.r Joseph Misslin, Präsident Günter Vorsatz, Colette Misslin
Foto: S. Just, Franz Hodel übergibt dem Organisator Joseph Misslin als Dank einen „Mönchpfeffer“
Foto: S. Just, Auszeichnungen mit der Sklenar-Verbandsnadel in Gold, links der Präsident G. Vorsatz, rechts die Regionalrätin für den Verwaltungsdistrikt des südlichen Elsass, dahinter der Bürgermeister von Lucelle
Foto: S. Just, Gruppenfoto der Tagungsteilnehmer im LE PETIT KOHLBERG

Internationaler Bund der Sklenarbienenzüchter

Unsere Hompage „Sklenarbund“ ist nun seit wenigen Tagen wieder aktiv.
Sollten Sie als Besucher Fragen zur  Homepage, zur Sklenarbiene oder zum Inhalt haben, dann wenden Sie sich bitte mit Ihrem Anliegen an die Mailadresse auf der Seite „Kontakt“
Wir werden auf dieser Beitragsseite Artikel von unseren  Sklenarzüchtern einstellen und werden von den Züchtertagungen , sowie über Fortschritte in der Bienenzucht berichten.

Wilfried Götze
Zuchtkoordinator Sklenar-Gruppe Nord